Die Entstehung von GIGI

Ich höre noch heute das Plumpsen und kurz darauf das dumpfe Aufschlagen, wenn meine Grossmutter den Bergkristall in den Wasserkurg fallen liess.

Diesen Bergkristall wollte ich nicht mehr plumpsen lassen. Er sollte aufrecht und würdevoll stehen und nicht hin und her rutschen. Er sollte zur Karaffe gehören und seine Schönheit zeigen können. So schwierig könne das ja nicht sein.

Fünf Jahre später war klar: So einfach war es dann doch nicht.

Ich lebe und arbeite in den schweizer Bergen und in Zürich. Kreatives Ausleben ist mir wichtig. Auf erste Anfragen bei renommierten Glashäusern oder auch bei künstlerisch arbeitenden Glasbläsern, wie man einen Bergkristall in Glas fixieren kann, trat Ernüchterung ein. Glas und Stein lasse sich nicht verbinden. Nein, wirklich nicht! Der unterschiedliche Ausdehnungskoeffizient und die daraus entstehenden Spannungen wären zuviel für das Glas. Nein, wirklich nicht. Unmöglich.
Ich fand eine Glasmanufaktur in München, Deutschland, die sich meiner Problemstellung annahm. Die Idee kam gut an, speziell bei dem einen Glasbläser René, welcher mit mir nun befreundet ist. Er war hartnäckig, wollte er doch auch aus Eigeninteresse eine solche Karaffe produzieren. Erste Versuche scheiterten, doch allmälich, immer unkonventionelleren Methoden nachgehend, wurden die Ergebnisse besser, schlussendlich perfekt. Wir waren begeistert.

Heute produzieren wir in der eigenen Manufaktur in den Schweizer Bergen hoch über Bad Ragaz.

Einen speziellen Dank gebührt den Strahlern, welchen ich heute hochachtungsvoll begegne. Einmal ging ich mit und habe erfahren, was es heisst, mehrer Tage in den Bergen zu schuften, um diese Schätze dem Bergmassiv abzuringen. Es ist überwältigend, einen jahrmillionen alten Bergkristall ans Tageslicht zu holen.

Der Name GIGI ist übrigens auch der Kosename meiner kleinen Tochter Charlotte. Ich möchte sagen: es steckt viel Liebe in dieser Karaffe!